Übertritt in Bayern: Das müssen Eltern wissen
In der 4. Klasse entscheidet in Bayern der Notenschnitt, auf welche Schule Ihr Kind wechseln darf. Hier finden Sie die Regeln verständlich erklärt.
Welche Fächer zählen?
Für den Übertritt zählen nur drei Fächer: Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht (HSU). Aus den drei Zeugnisnoten wird der Gesamtdurchschnitt gebildet. Sport, Musik, Kunst oder Englisch spielen dafür keine Rolle.
Welcher Notenschnitt reicht?
| Schulart | Gesamtdurchschnitt | Notensumme |
|---|---|---|
| Gymnasium | bis 2,33 | höchstens 7 |
| Realschule | bis 2,66 | höchstens 8 |
| Mittelschule | ab 3,00 | 9 oder mehr |
Weil es nur drei Noten sind, reicht ein Blick auf die Summe: Ergeben Deutsch + Mathe + HSU zusammen höchstens 7, ist das Gymnasium möglich – zum Beispiel mit 2 + 2 + 3. Eine Summe von 8 (etwa 3 + 3 + 2) reicht für die Realschule – alle Kombinationen finden Sie unter Notenschnitt Realschule.
Wann gibt es das Übertrittszeugnis?
Das Übertrittszeugnis bekommen die Kinder in der 4. Klasse Anfang Mai. Es enthält die Noten der Fächer bis dahin und eine Aussage, für welche Schularten das Kind geeignet ist. Die Noten entstehen aus den Proben und weiteren Leistungen im Lauf des Schuljahres – deshalb lohnt sich regelmäßiges Üben ab Herbst mehr als ein Endspurt im April.
Wie werden die Zeugnisnoten gebildet?
Die Lehrkraft bildet die Note aus den schriftlichen Proben und weiteren, zum Beispiel mündlichen Leistungen. Wie stark eine Probe im Vergleich zu kleineren Leistungen zählt, legt die Schule fest. Liegt ein Durchschnitt knapp bei x,5, entscheidet die Lehrkraft pädagogisch, ob auf- oder abgerundet wird. Fragen Sie im Zweifel beim Elterngespräch nach.
Was tun, wenn der Schnitt nicht reicht?
Auch ohne passenden Notenschnitt ist der Wechsel möglich: über den Probeunterricht an der gewünschten Schule. Er findet nach dem Übertrittszeugnis an mehreren Tagen statt und prüft vor allem Deutsch und Mathematik. Wer ihn besteht, darf an die Schule wechseln. Die genauen Bedingungen und Termine veröffentlicht das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus jedes Jahr neu – die Schule Ihres Kindes informiert Sie rechtzeitig.
So bereiten Sie Ihr Kind gut vor
- Regelmäßig statt viel: 10–15 Minuten am Tag bringen mehr als stundenlanges Lernen am Wochenende.
- Schwächen gezielt üben: Behalten Sie im Blick, in welchem Fach am meisten zu holen ist – der Notenrechner zeigt das direkt an.
- Probensituation üben: Eine Übungsprobe mit Zeitlimit nimmt die Angst vor der echten Probe.
- Druck rausnehmen: Jede Schulart bietet später Wege zu höheren Abschlüssen. Ein entspanntes Kind lernt besser.
Der Übertritt-Trainer
Unsere App für Kinder der 4. Klasse in Bayern übt alle drei Übertrittsfächer: Mathe mit automatisch erzeugten Aufgaben und Bild-Aufgaben, Deutsch mit Grammatik, Rechtschreibung und Lesetexten, dazu HSU. Mit Übungsproben samt Zeitlimit und Note, Proben zum Ausdrucken und einem Eltern-Bereich – ohne Werbung und ohne Konto.
Bald im App Store und bei Google Play.
Stand: November 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die aktuellen Regelungen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und die Informationen Ihrer Schule.